Tipps zum richtigen Sitzen in Auto und Büro
Richtig Sitzen im Büro und im Auto
Wieviel Zeit unseres Lebens verbringen wir sitzend? Ich zähle schon gar nicht mehr mit. Auf jeden Fall frage ich mich, wozu der Mensch eigentlich den aufrechten Gang erlernt hat.
Kinder lernen zuerst sprechen und laufen, um dann in der Schule stillsitzen und ruhig sein zu müssen.
Aber ok, hier einige Tipps um die Rückenbelastung im Arbeitsalltag möglichst gering zu halten:
Aktives, dynamisches Sitzen in unterschiedlichen Positionen hilft Rückenschmerzen vorzubeugen. Es beansprucht die verschiedenen Rückenstrukturen unterschiedlich und vermeidet einseitige Belastungen. Gesund zu sitzen bedeutet also, die Sitzposition möglichst häufig zu wechseln. Hilfsmittel hierzu können auch Luftkissen, Sitzbälle oder „wacklige“ Stühle sein. z.B. der Swopper.
Beispiele für verschiedene Sitzhaltungen:
- aufrechte Sitzhaltung
- Entlastung mit auf den Oberschenkeln abgestützten Ellenbogen
- zurückgelehnte Sitzhaltung, abgestützt durch Rückenlehne
- vordere Sitzhaltung mit auf dem Schreibtisch abgestützten Armen
- Reitsitz mit Entlastung durch Abstützen der Ellenbogen auf der Stuhllehne
Verlagern Sie Ihr Gewicht mal auf die linke, mal auf die rechte Gesäßhälfte, strecken und räkeln Sie sich. Stehen Sie zwischendurch auf, schütteln Sie Arme und Beine aus, und legen Sie kleine Bewegungspausen ein. Öffnen Sie das Fenster und tanken Sie Sauerstoff. Optimal: Ein Stehpult im Büro, oder ein Schreibtisch, der sich entsprechend hochfahren lässt. Nur für kurze Zeit einmal wechseln, z.B. pro Stunde 5-10 Minuten ist eine Wohltat für den Rücken. Oder benutzen Sie schnurlose Telefone? Stehen Sie auf zum Telefonieren!
Sitzen im Auto
Hier ist dynamisches Sitzen leider nicht so leicht möglich. Ihr Autositz ist in Höhe, Tiefe und Neigung von Sitzfläche und Lehne verstellbar und gibt dem Körper durch passende Seitenführungen auch in Kurven guten Halt. Beim Fahren haben Sie das Gefühl, bequem und gut unterstützt zu sitzen.
So stellen Sie Ihren Sitz optimal ein
- Lehne
nicht zu stark nach hinten geneigt, damit der Rücken nicht in eine runde Haltung und der Kopf in eine ungünstige Stellung gezwungen wird. Der Neigungswinkel zwischen Rückenlehne und Sitzfläche sollte etwa 100 Grad betragen. - Gesäß
so dicht wie möglich an die Rückenlehne rücken, damit die Wirbelsäule in ihrer Lordoseform unterstützt wird (eventuell Lordosekissen oder Handtuchrolle unterlegen) - Sitzabstand zu den Pedalen
so einstellen, dass die Kniegelenke bei durchgetretenen Pedalen noch leicht angewinkelt sind. - Schultern
sollten von der Rückenlehne unterstützt werden. Das Lenkrad wird mit leicht angewinkelten Armen bedient, der Schulterkontakt auch bei Lenkbewegungen erhalten. - Sitzhöhe
muss sowohl ein freies Sichtfeld als auch die Kontrolle der Anzeigeinstrumente gewährleisten. - Kopfstütze
muss den ganzen Kopf stützen. Sie ist auf die richtige Höhe eingestellt, wenn die Oberkanten von Kopfstütze und Kopf übereinstimmen. Der Abstand zum Kopf sollte 2 Zentimeter betragen.
